Die USA im I. Weltkrieg
Von der Großmacht zur Weltmacht:
Als Roosevelts Nachfolger W. H. Taft 1913 durch
W. Wilson abgelöst wurde, war an die Stelle der imperialist. Politik
des »großen Knüppels« (T. Roosevelt) ein weniger auffälliger
»Dollarimperialismus« getreten, der Panamakanal fast vollendet
u. Kuba formal selbständig geworden.
Nach Kriegsausbruch 1914 blieben
die USA zunächst neutral, doch gewährten amerikan. Banken
den westl. Alliierten große Anleihen.
Zur Sicherung von Transporten zugunsten der Entente-Mächte
suchte Wilson anläßlich des »Lusitania«-Zwischenfalls 1915 Dtschld.
die U-Boot-Waffe zu entwinden. Das Scheitern aller Vermittlungsversuche,
dt. Sabotageakte u. die erneute Proklamation des uneingeschränkten
U-Boot-Kriegs durch Dtschld. u. Österreich-Ungarn bewogen Wilson
zum Abbruch der diplomat. Beziehungen.
Der Entschluß, den Alliierten militär. Hilfe zu bringen,
folgte, als die russ. Revolution 1917 das Zarenreich beseitigte
u. sich Deutschlands Lage deshalb entscheidend zu bessern schien.
Der Kongreß billigte den Eintritt in den Krieg am 6.4.1917.
Ein amerikan. Expeditionsheer unter J. Pershing kämpfte auf
seiten der Alliierten in Nordfrankreich.
Seine Kriegsziele legte Wilson in den Vierzehn Punkten fest.
Auf der Versailler Friedenskonferenz 1919 (Versailler Vertrag)
konnte er mit diesem Programm nur teilweise durchdringen.
Republikan. Politiker wandten sich gegen die vorgesehene Mitgliedschaft
der USA im Völkerbund (Isolationismus).
Der Friedensvertrag wurde vom Kongreß nicht ratifiziert.
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