Der Unabhängigkeitskrieg

Der Unabhängigkeitskampf:

Der Sieg hob das Selbstbewußtsein des Kolonialvolks.
Da England die Kriegsfolgelasten finanzpolitisch auszugleichen suchte 
u. mit Rücksicht auf den Indianerhäuptling Pontiac u. eigene
Pelzhandelsinteressen das Vordringen der Pioniersiedler in den Raum 
zwischen Alleghanies u. Mississippi verhinderte, wuchs der Widerstand.
Die Kolonisten (1775: 2,5 Mill.) forderten Gleichberechtigung;
sie wollten im Londoner Parlament vertreten sein 
(»keine Steuern ohne [parlamentar.] Vertretung«).

Der Einsatz brit. Streitkräfte gegen Massachusetts führte 
zum Unabhängigkeitskrieg 1775–1783. Die Unabhängigkeitserklärung 
(4.7.1776) des Kongresses (T. Jefferson, B. Franklin, J. Adams u. a.) 
zerschnitt das Band zwischen den Kolonien u. England.
Die Briten behaupteten Kanada u. besetzten fast alle Küstenstädte. 
Doch das Eingreifen Frankreichs u. Spaniens brachte die Entscheidung 
zugunsten der Amerikaner. Im Frieden von Versailles 1783 gewannen 
die früheren Kolonien ihre volle Unabhängigkeit 
u. erhielten das Hinterland bis zum Mississippi.

Zunächst bildeten sie aufgrund der 1777 beschlossenen 
Konföderationsartikel nur einen lockeren Staatenbund. 
Handelsstockungen, Inflation u. soziale Unruhen machten 1787 
die Berufung eines Verfassungskonvents nach Philadelphia notwendig.
Als sich dort die Anhänger von A. Hamilton u. T. Jefferson zum 
Kompromiß bereit fanden, schuf dieser Konvent nach Entwürfen 
J. Madisons am 17.9.1787 die bis heute gültige Verfassung der USA.
Es entstand ein Bundesstaat (Union) 
mit dreigeteilter Zentralgewalt: Präsident, Kongreß u. Oberster Gerichtshof.

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