die Kolonialzeit



Die Kolonialzeit:

Im 17. Jh. wurden mit Hilfe engl. Handelskompanien
an der Ostküste Nordamerikas 5 Freibriefkolonien (chartered colonies)
gegr.: 1607 Virginia, 1620 Plymouth, 1630 Massachusetts,
1635 Connecticut, 1636 Rhode Island. Zudem verliehen
brit. Könige einflußreichen Persönlichkeiten sog. Eigentümerkolonien 
(proprietor colonies): Maryland, Carolina, Pennsylvania, Georgia.
Die Krone selbst gewann durch Zurücknahme von Freibriefen 
(zwischen 1624 u. 1729) u. Eroberung (1664, 1688) Kolonialbesitz
(crown colonies). Südl. der sog. Neuengland-Kolonien 
(Plymouth, Massachusetts, Connecticut, Rhode Island, New Hampshire)
entstanden die Neuniederlande u. Neuschweden. 
Die Holländer unterwarfen 1655 das schwed. Territorium,
doch fiel ihre erweiterte Kolonie in 2 Seekriegen 1664 u. 1688 
den Briten zu, die sie New York nannten u. New Jersey u. Delaware 
davon abtrennten.

Den 13 Kolonien gaben Unternehmer u. Lordeigentümer,
Pilgerväter, andere Puritaner u. Quäker das Gepräge. 
Die Einwanderer kamen größtenteils von den Brit. Inseln.
Auch Pfälzer, Böhmen u. Schweizer, Hugenotten, Niederländer 
u. Wallonen, Juden aus Spanien u. Portugal fanden sich ein.
Die Kolonien wurden bald in Machtkämpfe zwischen England,
Frankreich, Spanien u. den Niederlanden hineingezogen.
Als die Franzosen außer Kanada das Mississippital u. Louisiana 
erschlossen u. sich mit den Spaniern (Florida) verbündeten,
drohte den angelsächs. Kolonien die Umklammerung.
Nach wiederholten Waffengängen stießen 1754 am oberen Ohio erneut
gegensätzl. Pelzhandelsinteressen aufeinander
u. lösten den Siebenjährigen Krieg 1756–1763 aus.
Im Pariser Frieden 1763 verlor Frankreich alle seine
nordamerikan. Festlandsbesitzungen.
Kanada u. Louisiana (bis zum Mississippi) fielen an England;
den Rest bekam Spanien.

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